Dosiergerät für Propionsäure, Ameisensäure und NC-Säuren

7 Aufstellung / Installation

7.1 Allgemein

ACHTUNG!

Bei der Installation ist darauf zu achten, eine Überförderung zu vermeiden!

durch:

positive Druckdifferenz zwischen Druck- und Saugseite:

  • ( a ) Ende der Druckleitung höher legen als den Flüssigkeitsspiegel im Saugbehälter
  • ( b ) Auslauf in die Pumpendruckleitung installieren, der höher liegen muss als der Flüssigkeitsspiegel im Saugbehälter
  • ( c ) Druckhalteventile (Rückschlagventil) in die Pumpendruckleitung einbauen.
  • Saugleitungen möglichst kurz verlegen und dünnwandige Schläuche vermeiden.

Aufstellung / Installation

7.2 Dosierbereich

Siehe Kapitel 5.2 (Leistungsdaten, Durchflussmengen)

7.3 Sprühdüsen

7.3.1 Verwendung

s e r a - Dosiergeräte sind für den Einsatz in Schrägförderschnecken konzipiert. Der Anstellwinkel der Förderschnecke sollte mind. 30° (besser 45°) betragen.

Beim Einsatz in Waagerechten Förderschnecken sind zusätzliche Mischelemente in der Schnecke vorzusehen.

Ein Einsatz des Dosiergerätes in Gebläsen ist möglich. Hierfür müssen die Sprühdüsen im Bereich des Eintragtrichters montiert werden. Die Dosiermenge muss dabei um ca. 20% erhöht werden.

7.3.2 Anzahl

Zum Lieferumfang des Dosiergerätes gehören Sprühdüsen und zugehöriges Montagematerial.

  • Typ 200: 2 Düsen
  • Typ 400: 3 Düsen
  • Typ 600: 3 Düsen

Die Zahl der einzusetzenden Düsen hängt vom Durchmesser bzw. von der Durchsatzmenge der Förderschnecke ab.

Hersteller von Konservierungsmitteln empfehlen:

  • Schneckendurchmesser bis 180 mm: 2 – 3 Düsen
  • Schneckendurchmesser ab 180 mm: 3 Düsen

7.3.3 Anordnung und Einbau

Die Sprühdüsen sollten am Schneckengehäuse (Rohr) über dem Schneckenumfang unter einem Winkel von 30° (jeweils 15° aus der Mitte) und einem Abstand von ca. 1,5 Schneckengängen angebracht werden (siehe Abb.).

  • In die Wandung des Schneckenrohres je nach Gerätetyp 2 oder 3 Bohrungen Ø 24 mm einbringen (siehe Abb.).
  • Die im Lieferumfang enthaltenen Düsenhalterungen passgenau einsetzen und mit den Spannbändern befestigen. Dazu Spannband entsprechend der Steigungsrichtung der Spannschraube in Spannverschluss einführen, umbiegen und zurückziehen. Spannband über Förderschneckengehäuse und Lasche der Düsenhalterung legen. Zweites Ende des Spannbandes bis zur Spannschraube in Spannverschluss einführen. Durch Drehen der Spannschrauben Spannband handfest anziehen.
  • Die Düsen in die Düsenhalter einstecken und mit den Klemmschrauben befestigen.

Hinter den Montagestellen der Sprühdüsen sollte die Förderschnecke eine Restlänge von 3 m aufweisen (je länger die Förderstrecke, desto besser die Durchmischung des Fördergutes mit dem Konservierungsmittel).

Montage der Sprühdüsen

7.4 Elektrischer Anschluss

Die technischen Daten zur Nennspannung sind den Informationen in Kap. 5.2 zu entnehmen. Typenschild des Elektromotors beachten.
Das Dosiergerät wird anschlussfertig einschließlich eines Motorschutzschalters, 2 m Anschlusskabel und dem Elektrostecker geliefert.
Die Dosierpumpe kann ohne Beschädigung trockenlaufen. Eine Endabschaltung der Einheit bei Mangel des Konservierungsmittels erfolgt nicht.

7.5 Dosiergerät

Sicherstellen, daß am Aufstellungsort eine dem Antriebsmotor entsprechende Spannungsversorgung vorhanden ist.

Gerät sicher aufstellen und gegen Umfallen sichern.

Saugleitungsober- und unterteil montieren. Auf richtigen Sitz des Runddichtrings achten. Fassverschraubung des Konservierungsmittels entfernen. Sauglanze mit dem Filter voran in das Gebinde einsetzen.

Sprühdüsen gemäß Kap. 7.3 in die Düsenhalterungen an der Förderschnecke einbauen.

Schutzkappen am Dosiergerät entfernen und Schlauchanschluss mit Überwurfmutter am Anschlussstutzen befestigen. Auf richtigen Sitz des Runddichtrings achten.

Dosiergerät mit Hilfe von chemikalienbeständigem Schlauch mit der Sauglanze bzw. den Sprühdüsen verbinden (siehe Abb. 03).

ACHTUNG!

Immer auf eine sichere Befestigung der Sprühdüsen/Düsenhalterungen und Schlauchanschlüsse achten!

ACHTUNG!

In die Saugleitung kein Rückschlagventil einbauen!

ACHTUNG!

Nur vom Hersteller vorgesehenes Schlauchmaterial verwenden!

ACHTUNG!

Gerät vor jedem Einsatz auf Dichtheit und mechanische, elektrische oder durch ausgetretene Konservierungsmittel hervorgerufene Schäden prüfen.

Siehe auch Sicherheitsdatenblatt des Konservierungsmittels.

  • Schlauch in erforderliche Teillängen schneiden
  • Schläuche mit Schlauchschellen auf den Schlauchtüllen befestigen, einwandfreien Sitz der Schläuche überprüfen.
  • Schläuche knickfrei verlegen und ausreichend befestigen.
  • Folgende Schlauchleitungslängen nicht überschreiten:
    - Saugseite: 2 m
    - Druckseite: 10 m
  • Gerät mit dem Netz verbinden.
  • Testlauf mit Wasser vorbereiten
  • Testlauf beginnen. Pumpe über Start-Taster am Motorschutzschalter starten.
  • Gesamtes System auf Dichtheit prüfen!

ACHTUNG!

Niemals bei laufender Pumpe Verschraubungen lösen oder bauliche Veränderungen am Gerät vornehmen!

ACHTUNG!

Bei der Konservierung von Futtermitteln kann unter Umständen eine Geruchsbelästigung auftreten.

Immer auf eine gute Durchlüftung des Arbeitsbereiches achten!

7.6 Pulsationsdämpfer

Der eingesetzte Pulsationsdämpfer wirkt mit dem eingeschlossenen Luftpolster den Druckschwankungen der Membranpumpe entgegen.

Nach längerem Stillstand des Dosiergerätes ist zum Aufbau des Gaspolsters die Saugleitung des Dosiergerätes aus dem Fördermedium zu heben. Die angesaugte Luft verdrängt das Fördermedium im Pulsationsdämpfer. Das Luftpolster im Pulsationsdämpfer reguliert sich selbst.

7.7 Förderstrom

Angaben zur Dosierung, zur Beschaffenheit des zu konservierenden Gutes und des Konservierungsmittels sind den Informationen des Konservierungsmittelherstellers zu entnehmen.

Der Förderstrom kann über die Hublängenverstellung (siehe Abb. 07) eingestellt werden. Bei Propion- und Ameisensäure ist der Förderstrom an der Durchflussanzeige abzulesen.

Bei NC-Säuren mit höherer Viskosität muss der Förderstrom ausgelitert werden. Dabei ist eine lineare Kennlinie aufzunehmen. Die Werte der Durchflussanzeige sind proportional umzurechnen.

Die eingestellte Hublänge ist als Teil des Gesamtförderstroms [%] an einer Skala ablesbar, z.B. 44 % (s. Abb. 07), Einstellbereich 0 – 100 %.

Dosierpumpe Hublängenverstellung

Der momentane Förderstrom ist am Durchflussmesser ablesbar (siehe Abb. 08). Der Durchflussmesser ist mit verschiebbaren Anzeigern ausgestattet, damit ein Minimum- und ein Maximumwert markiert werden kann.

ACHTUNG!

Bei NC-Säuren mit höherer Viskosität muss das Dosiergerät immer mit dem Medium ausgelitert werden!

Mit höherer Viskosität des Fördermediums verringert sich die Förderleistung des Dosiergerätes!

Dosierpumpe Durchflussmesser

Zurück zu Funktionsbeschreibung  <<  Inhaltsverzeichnis  >>  Weiter zu Dosierempfehlungen zur Konservierung

Site Map   © 2004 Seybert & Rahier